| Man spricht deutsch |  | Regie: Hanns Christian Mueller Schauspieler: Gerhard Polt, Gisela Schneeberger, Dieter Hildebrandt Studio: Taurus Film/Kinowelt
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Format: Pal Sprachen: Deutsch (Original Language), Italienisch (Original Language) Bewertung: Freigegeben ab 6 Jahren Medium: Videokassette Laufzeit: 84
EAN: 4006680000244 ASIN: B00004RNLD
Freigabe-Datum: 1987 Veröffentlichung: Januar 1, 1990 Verfügbarkeit: Versandfertig in 1 - 2 Werktagen Zustand: Verkauf aus Verleih - Original Vermietkassette im ursruenglichem Constantin-Cover - Aufkleber auf Huelle und Kassette - Versandfertig innerhalb von 24 Stunden
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| Redaktionelle Rezensionen:
Aus der Amazon.de-Redaktion Man spricht deutsch ist Gerhard Polts gnadenlose Momentaufnahme vom Teutonengrill im italienischen Terracina. Auch wenn der Film manche Laengen hat, ueberzeugt Polt durch seine aussergewoehnliche Beobachtungsgabe. Familie Loeffler vollstreckt den letzten Urlaubstag ihres alljaehrlichen Sommerurlaubs. Waehrend der dicke Heinz-Ruediger lustlos im aufgeweichten Sand herummantscht, geben sich seine Eltern ihren haarstraeubenden Spiessbuergertraeumen hin. Erwins (Gerhard Polt) Fantasien, in dessen Mittelpunkt eine rassige Italienerin steht, werden regelmaessig von der Angst um seine deutsche Karosse zerstoert. Seine Frau Irmgard (Gisela Schneeberger) bleibt da in ihren Wuenschen konsequenter. Zunaechst hat es ihr ein windiger Moechtegern-Casanova angetan (Dieter Hildebrandt), dann befluegelt ein deutscher Geschaeftsmann (Werner Schneyder) mit dicker Geldboerse ihre Fantasie. Am Ende bleibt das Abschiedsessen im Stammrestaurant, die Kapitulation vor den unbekannten Schalentieren der Poseidonplatte, zugedroehnt von Bild-Zeitung, Bayern-3-Verkehrsfunk und Gespraechen ueber Lichtschutzfaktoren. Man spricht eben Deutsch in Terracina, wenn auch hin und wieder die Italiener die Idylle zerstoeren. Die Angst vor dem Fremden bleibt. Das voll gepackte Auto zumindest hat der umsichtige Erwin immer in Sichtweite geparkt. Auch wenn Gerhard Polt und sein Koautor Hans-Christian Mueller in diesem Film nicht ganz so elegant und geistreich die Befindlichkeiten einfacher Leute sezieren, wie dies in ihrem grandiosen Erstling Kehraus der Fall ist, gibt es auch hier wieder etliche wunderbar gelungene Momente, in denen Polt den Nagel auf den Kopf trifft. Vieles kennt man aus eigener Anschauung, und gerade das Aufheben von Distanz schafft bei aller Entlarvung immer wieder auch Waerme und Anteilnahme fuer die Protagonisten. Tief im Inneren weiss man schliesslich: In jedem steckt ein kleiner Spiesser. --Thomas Reuthebuch
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| Kundenrezensionen: Gelesen 8 mehr Rezensionen...
Sich selbst beim Urlaub zusehen Oktober 20, 2008 "Man spricht deutsh" ist ein Klassiker, der auf satirische Weise die Deutschen beim Urlaub vorfuehrt. Allerdings koennten damit auch genauso Oesterreicher oder Schweizer gemeint sein. Der Inhalt ist schnell erzaehlt: Die bayerische Familie Loeffler verbringt ihren letzten Urlaubstag in Italien - mit allen Zutaten und Klischees des Massentourismus im Sueden Europas: schlecht funktionierende Telefone, eine den Touristen angepasste Kueche, rassig-feurige Einheimische (mehr oder weniger), praepotente Miturlauber, Braeunungsjunkies, Wasser, das mit menschlichen Ausscheidungen, Tierkadaverteilen, Praeservativen und Toilettenpapier angereichert ist, der staendigen Angst vor dem Autodiebstahl ... die Liste liesse sich noch lang fortsetzen. Herr und Frau Loeffler erleben in (zumeist) amouroesen Tagtraeumen das, was sie sich vielleicht wirklich von ihrem Traumurlaub erhofften. In der Wirklichkeit jedoch laesst man an den Italienern nicht immer ein gutes Haar, auch wenn die wahren Kotzbrocken am Strand dann doch andere Deutsche sind. Der schon 20 Jahre alte Film fuehrt wahrlich keine feine Klinge und wirkt auch nicht mehr ganz taufrisch. Trotzdem kann man ihn sich immer wieder mit Vergnuegen ansehen. Der Grund: Es geht weniger um die Darstellung tiefer Charaktere, sondern um Typen, die wir alle kennen. Und trotzdem vollbringen Gerhard Polt und Regisseur Hanns-Christian Mueller das Kunststueck, keinen der Dargestellten der totalen Laecherlichkeit preiszugeben. Und so kann man auch keinen dieser dargestellten Typen durch und durch unsympathisch nennen. Wir erkennen uns somit selbst, auch in unserem eigenen Urlaubsverhalten - gerade wenn wir uns krampfhaft bemuehen, so zu tun, als seien wir anders als die ganze Herde der Massentouristen. Ein schoener, guter und wahrer Film!
Traurig, aber wahr Juli 25, 2008 1 aus 2 fanden die folgende Rezension hilfreich
Urlauber wie die Loefflers habe ich im Spanien-Urlaub mehr als genug erlebt. Man wusste nie: Ist das jetzt ein Film oder echt. Leider war es kein Film. Traurig, aber wahr. Damit will ich sagen, dass dieser Film einfach gelungen ist.
Praedikat wertvoll ... Deutshe im deutshen Pauschalurlaub ... makaber und peinlich März 19, 2008 15 aus 16 fanden die folgende Rezension hilfreich
Dieser grandios trockene, kabarettistische Kehraus des Deutschen liebsten Kindes wird getragen von einem Team wunderbarer Schauspieler und einer gnadenlos aufdeckenden Regie.
Die Brandung eines verdreckten Strandes, ein minutioes geplanter und geordneter Badetrubel auf der mit allen Mittel reservierten Flaeche eines Wohnzimmers mit Rundumblick, Sonnenschirm und Kiosk, italienische Edelschnulzen im Wettstreit mit Staumeldungen von Bayern 3, groteske Dialektik im Dialekt, eingefleischt mampfende Essgewohnheiten, denunzierende und blasphemische Gebaerden und Ansichten sowie das, auf dem erkaempften Parkplatz zentral fixierte Autodach einer rueckkehrenden Gasturlauberfamilie liefern den Rahmen zu dem Ritual einer biederen und peinlichen Idylle einer Art aberwitziger, deutscher Badeurlaubutopie stumpfsinniger, wohlgenaehrter Urlauber und Miturlauber.
...eine treffsichere und derbe Komoedie aus dem Jahre 1988 ueber die unnoetige Finanzierung einer in den Sand gesetzten Sehnsucht
Man ist begeistert... !!! August 10, 2007 3 aus 3 fanden die folgende Rezension hilfreich
Gerade eben habe ich mir nach langer, langer Zeit mal wieder den Film "Man spricht Deutsh" angeschaut u. ich muss sagen, er ist immer wieder erfrischend komisch !!! Wie Gerhard Polt zusammen mit Gisela Schneeberger u. den anderen tollen Darstellern, samt Regisseur H.C.Mueller, uns deutsche Urlauber in "Bella Italia" persifliert u. durch den Kakao zieht, das hat schon was. Egal, ob es der Herr Professor ist, der immer u. ueberall sein "Besserwissen" zum Besten gibt u. staendig mit ueberdimensionalem Kloschluessel herumlaeuft, oder der geschaeftige Businessman, der sogar im Urlaub mit eigener Jacht oder wahlweise eigener Villa "busy" ist, oder das nette fraenkische Ehepaar, das sage u. schreibe 6 Kisten einer bestimmten Biersorte mit in den Urlaub nimmt, weil es "da" ja nichts Vernuenftiges zum Trinken gibt, oder, oder, oder, ueberall haelt Polt uns den Spiegel vor. Ausserdem laesst er wirklich kein Klischee aus, sei es den stets an tollen "Weibern" interessierten, eigentlich stockkonservativen Familienvati (Polt) oder die, wahrscheinlich, mittlerweile gelangweilte Ehefrau, die ebenfalls von einem tollen "Galan" traeumt u. deren einzige Ausbruchsversuche darin bestehen am letzten Urlaubstag gegen den Willen vom Ehemann ein Strandtuch zu kaufen bzw. die "Poseidon Platte" im Restaurant zu bestellen, die selbstverstaendlich wieder zurueckgegeben wird, weil da ja "nix zum Essen" drauf ist. Mit anderen Worten Szenen, die jeder, zumindest in Ansaetzen, schon mal irgendwo erlebt hat, das macht das Ganze ja so komisch. Und die Besetzung ist ebenfalls klasse sogar Dieter Hildebrandt u. Werner Schneyder geben sich unter anderem die Ehre. Fuer mich steht fest, dieser Film ist ein echter "Polt Klassiker", den ich mir garantiert nicht zum letzten Mal angeschaut habe, da er einfach super ist !!!
... Polt unterfordert... April 12, 2007 4 aus 7 fanden die folgende Rezension hilfreich
Er hat viele Standardsprueche geschaffen, dieser Film: "Heinz Ruediger", "Ausziehen Ausziehen"... und das Geduedel des Bayerischen Rundfunks zur Melodie der 80er gemacht.
Es ist sogar eine treffende, weil nicht allzu ueberzogene Momentaufnahme eines italienischen Strandurlaubs mit dem Auto. Die Tagtraeume des Ehepaars sind top.
Aber es erreicht nicht annaehernd Polts Hoechtleistungen. Man wartet 90 Minuten vergeblich auf die ganz grosse Nummer. Der Autoklau ist zum Totlachen, endet aber unentschlossen in der italienischen Nachbarschaft. Auch Dieter Hildebrandt als "Traumlover" wirkt irgendwie deplatziert.
Italienurlaube sehen heute auch irgendwie anders aus (weniger "pauschal"). Dennoch, eine gut beobachtete Dokumentation der 80er, als Deutsche glaubten, sie seien waschechte Italiener.
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