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Das Spiel des Engels | 
vergrössern | Autor: Carlos Ruiz Zafon Urheber: Carlos Ruiz Zafon, Peter Schwaar Verleger: S. Fischer
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Bewertung: 70 Rezensionen Verkaufsrang: 42
Medium: Gebundene Ausgabe Ausgabe: 2., Aufl. Seiten: 720 Versandgewicht: 1.8 Maße (innen): 8.4 x 5.4 x 1.9
ISBN: 3100954009 EAN: 9783100954008 ASIN: 3100954009
Publikation: November 10, 2008 Verfügbarkeit: Versandfertig in 1 - 2 Werktagen Zustand: Noch in Originalschutzhuelle!
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| Redaktionelle Rezensionen:
Aus der Amazon.de Redaktion David Martin ist siebzehn, als er die Chance seines Lebens erhaelt: Der Chefredakteur einer Regionalzeitung fragt ihn, ob er fuer einen ausgefallenen Beitrag Ersatz liefern koenne. Und David Martin kann: seine Erzaehlungen "Geheimnisse von Barcelona" werden ein Riesenerfolg. Doch im Laufe der Zeit wird klar: Dieser Erfolg hat seinen Preis... Die mystisch-spannende Geschichte, die Bestsellerautor Zafon in Das Spiel des Engels entfaltet, zieht den Leser rasch in ihren Bann und entfuehrt ihn in ein faszinierend morbides Barcelona zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Zafons grandioses Debuet Der Schatten des Windes begleitete den Buchhaendler Daniel Sempere auf einer Entdeckungsreise in die Vergangenheit. Das Spiel des Engels fuehrt nun noch weiter zurueck, naemlich bis zu Daniels Grossvater. Der alte Buchhaendler Sempere ist jetzt der vaeterliche Freund Davids. Nach seinem erfolgreichen Einstand verdient der aus armem Hause stammende Literat David bald sein Geld mit dem Fortsetzungsroman "Verdammte der Stadt". Doch im Laufe seiner 127 Folgen zehrt die Arbeit ihn auf, seine Liebe zur schoenen Cristina bleibt unerwidert, und seine Gesundheit nimmt schweren Schaden. Eines Tages, als es David Martin besonders schlecht geht, nimmt der alte Buchhaendler Sempere ihn mit an einen geheimnisvollen Ort, der schon im Der Schatten des Windes verzauberte: den Friedhof der vergessenen Buecher. Bald darauf erhaelt der inzwischen schwer kranke David eine seltsame Offerte von einem dubiosem Verleger. Fuer das Schreiben einer ganz speziellen Auftragsarbeit macht dieser dem Schriftsteller ein verlockendes Angebot - ein guter Deal oder ein Pakt mit dem Teufel? Das Spiel des Engels ist gleichzeitig Fantasy-Maerchen, Liebesgeschichte, Krimi und Horrorstory. Das Buch fesselt den Leser mit den fein gesponnenen Faeden seiner Geschichte, sodass man bald nicht mehr zwischen erzaehlter Wirklichkeit und imaginiertem Trugbild zu unterscheiden vermag. Wie schon in Der Schatten des Windes verknuepft Zafon aeusserst kunstvoll verschiedene Ebenen und Straenge miteinander. Ueber geheimnisvolle Orte und metaphysisch anmutende Begegnungen verdichtet sich die Handlung immer mehr - bis zu dem Punkt, da sie schliesslich in einen erbarmungslosen Kampf auf Leben und Tod muendet. -- Ulrike Kuennecke, Literaturtest
Interview: 5 Fragen an Carlos Ruiz Zafon
Herr Zafon, Ihr letztes Buch Der Schatten des Windes entfuehrte uns an einen geheimnisvollen Ort, an dem Buecher niemals sterben. Wohin entfuehrt uns Ihr neuer Roman Das Spiel des Engels? Das Spiel des Engels entfuehrt den Leser wieder in das literarische Universum des Friedhofs der Vergessenen Buecher und in das mysterioese gotische Viertel Barcelonas. Es ist eine Geschichte, in der es Intrigen und Romanzen gibt, die tragisch und komisch ist. Und sie steckt voller Ueberraschungen. Wie arbeiten Sie an einem Roman? Wenn ich mich hinsetze, schreibe ich tagelang durch und goenne mir nur einen freien Tag in der Woche. Einen Teil vom Das Spiel des Engels habe ich in Los Angeles geschrieben. Ein Freund hat mir ein Arbeitszimmer ueberlassen und ich habe dort von 6 Uhr frueh bis 2 Uhr mittags geschrieben, voellig gegen meine Veranlagung. Sonst arbeite ich immer nachts. Schreiben ist ein komplizierter Prozess, der mich viel Zeit kostet und fuer den ich mich ein wenig aus der Welt zurueckziehen muss.
In Spanien ist "Das Spiel des Engels" noch erfolgreicher als Ihr erster Roman. Woran, glauben Sie, liegt das? "Der Schatten des Windes" habe ich vor zehn Jahren angefangen zu schreiben. Ich glaube, dass ich in dieser Zeit etwas hinzugelernt habe. Man lernt aus seinen Fehlern und mit dem Alter. Zudem war das Buch aus der Perspektive eines heranwachsenden Jungen geschrieben und deshalb liebenswuerdiger. Beim Das Spiel des Engels war ich mutiger, und so ist dabei die ruchlose Schwester von Der Schatten des Windes herausgekommen. Es hat mehr von Charles Dickens: Es ist eine Hommage an die Schriftsteller des 19. Jahrhunderts, die die Literatur auf fieberhafte Weise lebten.
Wann haben Sie angefangen zu schreiben? Als ich zum ersten Mal Geld fuer etwas von mir Geschriebenes erhielt, war ich acht Jahre alt und dachte, mit 13 bin ich beruehmt. Ich gruendete mit einigen Freunden an der Schule einen Verlag. Einer kuemmerte sich um die Gestaltung, ein anderer machte die Kopien, und ich schrieb. Es waren Horrorgeschichten mit Ausserirdischen und Vampiren. Mit dem Geld, das wir einnahmen, kauften wir uns Suessigkeiten. Seitdem habe ich nicht aufgehoert zu schreiben.
Was ist Glueck fuer Sie? Ich tu gerne einmal nichts, aber irgendetwas mache ich immer. Ich hoere gern Musik, lese, gehe ins Kino, reise und lerne. Ich lerne sehr schnell. Viel wichtiger als der Erfolg meiner Buecher ist fuer mich, dass ich seit langer Zeit zum ersten Mal mit mir selbst zufrieden bin. Was ist fuer mich das Glueck? Darauf antworte ich immer das Gleiche: geistige Zufriedenheit.
Ueber den Autor Carlos Ruiz Zafon wurde 1964 in Barcelona geboren, wuchs im Schatten von Gaudis Kathedrale Sagrada Familia auf und besuchte die gotische Jesuitenschule von Sarria. Deren wuchernde Architektur regte schon den 10-Jaehrigen zu Schauergeschichten an und inspiriert ihn bis heute zu seinen kunstvoll konstruierten Romanhandlungen. Seine berufliche Laufbahn begann er als Texter, bevor es ihn 1994 nach Los Angeles zog, wo er zehn Jahre als Drehbuchautor und Journalist arbeitete. Fuer sein Erstlingswerk Der Fuerst des Nebels erhielt Ruiz Zafon 1993 den Edebe-Preis fuer Jugendliteratur. Sein Roman Der Schatten des Windes von 2001 wurde zum groessten Bucherfolg Spaniens und begeisterte, in mehr als 30 Sprachen uebersetzt, Leser in aller Welt.
Amazon.de-Hörbuchrezension Eigentlich hat David MartAn kaum eine Chance, ein bedeutender Schriftsteller zu werden. Im Barcelona vor dem spanischen BArgerkrieg wAchst er in einer Umgebung auf, die man heute einen abildungsfernen Haushalt“ nennen wArde. Und als ihm ein vAterlicher Freund einen Band von Charles Dickens in die Hand drAckt, wird der Ich-ErzAhler von seinem Vater windelweich geprAgelt. Trotzdem zieht es David zum Schreiben: zuerst zur abgehalfterten Zeitung aStimme der Industrie“, die aber doch nicht so abgehalftert ist, dass ihre aEdelfeder“ Pedro Vidal nicht das groAe Talent des Jungen erkennen wArde. So wird David doch noch ein Autor, und zwar ein schlecht bezahlter Schreiberling von Trivialromanen. Dann bedroht eine Krankheit sein Leben, die groAe Liebe seines Lebens geht verloren. Und dann gibt es da noch den Verleger Andreas Corelli, den niemand kennt und der MartAn bittet, mit einem Buch fAr gutes Geld eine Religion zu begrAnden. Ein Pakt mit dem Teufel? Einem internationalen Publikum wurde der spanische Erfolgs-Autor Carlos Ruiz ZafAn 2001 mit seinem Besteller Der Schatten des Windes bekannt: Inzwischen ist das Buch in dreiAig Sprachen Abersetzt. Dementsprechend groA waren die Erwartungen an den Nachfolgeband Das Spiel des Engels, und ZafAn hat die Erwartungen in jeder Hinsicht erfAllt. Episch breit angelegt, entfAhrt der Roman seine Leser in ein verzaubertes, phantastisches und labyrinthisches Barcelona. Das hat groAe Klasse und Poesie. Umso glAcklicher ist der Umstand, dass der Argon Verlag fAr seine HArspiel-Produktion den bekannten Schauspieler Gerd Wameling gewinnen konnte, der unter anderem in Wim Wenders’ In weiter Ferne so nah sowie in der Serie Wolffs Revier mitspielte. Denn Wameling liest den Text (wenn auch nicht den gesamten Text, sondern eine autorisierte Lesefassung) routiniert und schnArkellos, ohne sich allzu sehr in Szene zu setzen, sodass das Lyrische durch eine klare, unaufgesetzte Stimme schimmert. Auch wenn man sich fragen darf, warum der Ich-ErzAhler in direkter Rede mit aanderer Stimme“ (also anderem Timbre) spricht: Nicht zuletzt Wamelings Leistung macht Das Spiel des Engels zu einem bezaubernden HArgenuss. -- Stefan Kellerer, Literaturanzeiger.de 9 CD, 611 Minuten
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| Kundenrezensionen: Gelesen 65 mehr Rezensionen...
absolut lesenswert Januar 7, 2009 um es kurz zu machen: - sprachlich einfach phantastisch (Kompliment auch an den Uebersetzer) - die Storry gut und spannend - etwas duesterer und depressiver als Schatten des Windes - das Ende ist m.E. nicht ganz so gelungen (Es handelt sich uebrigens nicht um eine Fortsetzung oder einen Vorgaegner vom Schatten des Windes. Es ist ein eigenstaendiger Roman.)
Noch grandioser als der "Schatten...." !!! Januar 5, 2009 2 aus 2 fanden die folgende Rezension hilfreich
Ich haette dieses Buch in 3 Tagen lesen koennen, aber nicht wollen, denn ich wollte den Abschied von diesem Buch so weit wie moeglich hinauszoegern! Nun ist es also geschehen und ich blicke zurueck auf Tage voller Lesegenuss. Aber diesmal war es mehr noch. Ich fuehlte mich zeitweise als Teil der Handlung, sah mich fassungs- und bewegungslos dem Geschehen um mich herum bedingungslos ausgeliefert. Moeglich machte das die Sprachgewalt mit der Umgebungen, Zustaende und Emotionen sich meiner Sinne bemaechtigten und mich in eine andere Welt entfuehrten. Im Vergleich zu seinem ersten Buch (Schatten....) empfinde ich dieses Werk als sehr viel gereifter und in dem nie enden wollenden Spannungsbogen noch um einiges Fesselnder. Obwohl ich mir nach Lesen des "Schattens...." das nicht haette vorstellen koennen, dass das noch moeglich sei. Auch empfinde ich nicht - wie einige Rezensenten vor mir - dass Handlungsstraenge sich nicht im Verlaufe des Geschehens in irgendeiner Weise aufklaeren. Ich werde dieses Buch aber nicht das letzte Mal gelesen haben und dann diesbezueglich darauf genauer achten, ob mir vielleicht doch etwas entgangen ist... An dieser Stelle auch noch einmal von mir ein besonderes Lob und einen Dank an den Uebersetzer, dem es gelungen, ist diese Sprachdichte auch im Deutschen herzustellen. Und nun lassen Sie sich entfuehren in diese mystische Unter-Welt Barcelonas!
Fuer Liebhaber von dramatische Liebesgeschichten und mystisch-berauschende Erzaehlungen Januar 5, 2009 1 aus 1 fanden die folgende Rezension hilfreich
Charles Ruiz Zafon schafft es im Spiel des Engels, wie schon in seinem frueheren Werk Schatten des Windes, die mystisch-dunkle Atmosphaere von Barcelonas frueherem "Barri Gotic" und Hafenviertel perfekt einzufangen. Mit seiner Mischung aus Krimi, Liebesroman, Grusel- und Fantasy-Story entfuehrt uns der Autor in eine Welt der Hoffnung, des Betrugs und der Macht der Buchstaben.
Geschickt nimmt er seine virtuos gesponnen Erzaehlstraenge immer wieder auf und entwirft so eine ebenso berauschende wie ergreifende Geschichte aus den Jahren vor dem spanischen Buergerkrieg. Wer auf dramatische Liebesgeschichten und mystisch-berauschende Erzaehlungen steht, findet hier einen Meister. Achtung, Suchtgefahr!
Edelschund Januar 4, 2009 2 aus 2 fanden die folgende Rezension hilfreich
Die Geschichte des jungen, talentierten und verkannten Schriftstellers David Martin baut im ersten Drittel eine Erwartung auf, die dann bis zum misslungenen Schluss nicht mehr erfuellt wird. Der Roman braucht 200 Seiten um zum eigentlichen Thema der Geschichte zu kommen: Der Kuenstler, der aus Geltungssucht dem Teufel seine Seele verkauft. Danach geht es drunter und drueber. Immer wieder werden Spannungsboegen aufgebaut, die dann einfach abrechen um viele Seiten spaeter wieder neu aufgebaut zu werden. So etwa, wenn Martin bei seinen Nachforschungen zum mysterioesen Haus mit dem Turm vom Jaeger zum Gejagten wird. Viel zu oft enden diese Szenen damit, dass er sich erst einmal "schlafen legt" um danach wieder von vorn anzufangen. Man kennt diesen Effekt aus dem Action- und Blockbuster-Kino: Die Logik der Erzaehlung wird willkuerlich der Spannung geopfert. Hauptsache es ist mysterioes, ob es im Rahmen der Geschichte Sinn ergibt, ist zweitrangig. Dazu gehoeren z.B. die zwischenzeitliche "toedliche Krankheit" und die Episode im "Friedhof der vergessenen Buecher", die vollkommen deplatziert wirkt. Das Buch mag gute Chancen haben, eines Tages mit viel Tam Tam verfilmt zu werden. Anspruchsvolle Literatur ist jedoch etwas anderes.
schwarze Romantik Januar 4, 2009 1 aus 1 fanden die folgende Rezension hilfreich
Dieses Buch hat alles, was ich von einer packenden Lektuere erwarte: eine fesselnde Story, die in einer bildhaften und gleichzeitig lebendigen Sprache erzaehlt wird. Ueber die Weihnachtsfeiertage habe ich mich in diesen (im wahrsten Sinne des Wortes) magischen Text vertiefen koennen. Vielleicht zwei Dinge zur Erklaerung vorneweg: 1) Den "Schatten des Windes" kenne ich (noch!) nicht. Ich konnte und musste also nicht vergleichen. 2) Ich lese sonst weder Fantasy- noch Schauerromane - und von beiden Sparten sind in "Das Spiel des Engels" reichlich Ingredienzen vertreten. Am ehesten erinnert die Mixtur an die Texte der schwarzen Romantik. Alterslose Wesen, die Gott oder Teufel sein koennen - wer will das schon entscheiden? - und sich anmassen, die Geschicke der Menschen zu beeinflussen und ihre Seelen zu besitzen. Eine magische Hoehle voller (Buecher-)Schaetze. Gebaeude, die gewissermassen ihre Vergangenheit leben. Figuren, die obwohl als Individuen gezeichnet, auch immer eine auf Allgemeineres verweisende Funktion haben. Und dies alles vor der mit unglaublicher Schaerfe und grossartigem Feingefuehl gezeichneten Kulisse der morbiden Stadt Barcelona. Fuer mich war es ein Leseerlebnis im ganz urspruenglichen Sinne, denn ich habe meine Umwelt vergessen und bin vollkommen eingetaucht in die magische Welt des Carlos Ruiz Zafon. Ich habe den Protagonisten durch einige Jahre seines Lebens begleitet, habe mit ihm gelitten und mit ihm gebangt, war verzagt und dann wieder voller Hoffnung. Und am Ende geruehrt ueber den sehr poetischen Schluss. Was kann man von einem Buch mehr erwarten?
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